Handicap-Training (Blind & Taub)

Sicher durch die Welt – auch ohne Sicht und Gehör

Wenn das Gehör oder die Sehkraft schwindet, verändert sich die Welt für deinen Hund – und für dich. Vielleicht wirkt er plötzlich unsicher oder reagiert nicht mehr auf deine Rufe.

Was wir gemeinsam machen:

  • Neu kommunizieren: Wir entwickeln eine klare "Handsprache" mit Sichtzeichen für taube Hunde oder nutzen spezifische akustische Leitsignale für blinde Hunde.

  • Sicherheit geben: Wir trainieren wichtige Signale wie "Stopp", "Stufe" oder "Vorsicht", damit dein Hund sich im Alltag wieder orientieren kann.

  • Aufmerksamkeit fördern: Ich zeige dir, wie du über Vibration oder Berührung die Aufmerksamkeit deines Hundes gewinnst, ohne ihn zu erschrecken.

  • Vertrauen stärken: Damit dein Hund lernt, dass er sich zu 100 % auf dich verlassen kann, wenn seine eigenen Sinne ihn im Stich lassen.

Geduld und neue Wege im Kopf Wenn ein Hund blind oder taub wird, muss er erst lernen, seinen anderen Sinnen zu vertrauen. Das ist Schwerstarbeit für das Gehirn! Wir arbeiten deshalb in kurzen, positiven Einheiten. Ein tauber Hund lernt zum Beispiel, dass ein Daumen hoch "Fein gemacht!" bedeutet, oder ein leichtes Tippen an der Schulter "Schau mich an".

Ein blinder Hund hingegen lernt, dass deine Stimme ihn wie ein unsichtbares Band führt. Wir etablieren Wörter als "Leitplanken". Du wirst staunen, wie sicher sich ein blinder Hund bewegen kann, wenn er weiß, dass er sich auf deine Kommandos wie "Stufe" oder "Rechts" verlassen kann. Es geht nicht nur um Gehorsam, sondern um Lebensqualität durch Sicherheit.

Lass uns gemeinsam eure ganz eigene Sprache finden!

Wusstest du schon? Hunde besitzen über 200 Millionen Riechzellen – wir Menschen nur etwa 5 Millionen. Wenn ein Hund sein Augenlicht verliert, wird seine Nase zu seinem wichtigsten "Navigationsgerät". Ein blinder Hund "sieht" seine Umwelt also fast komplett über Gerüche. In unserem Training nutzen wir diesen extrem ausgeprägten Sinn, um ihm Orientierung und Sicherheit zurückzugeben.