Stress bei Hunden

Wie zeigen Hunde Stress?

Ebenso wie die Auslöser für Stress vielfältig sind und von Hund zu Hund variieren, sind auch die Anzeichen zahlreich. Manche Tiere sind hyperaktiv, andere neigen bei starker seelischer und körperlicher Anspannung zu Magenverstimmungen und wieder andere sind nervös oder ständig müde.

Wenn du wegen eines gesundheitlichen Problems mit deinem Vierbeiner zum Tierarzt gehen und dieser nach einer gründlichen Untersuchung keine Krankheit diagnostizieren kann, solltest du auch psychologische Probleme wie Stressfaktoren in Betracht ziehen.

Folgende Anzeichen können auf Stress bei deinem Tier hindeuten:

  • das Zeigen von Beschwichtigungssignalen wie eine eingezogene Rute oder das Wegdrehen des Kopfes mit einem anschließenden Gähnen
  • wiederkehrendes Maulschlecken
  • auffallendes Bellen, das vermehrt auftritt oder Bellen über einen längeren Zeitraum
  • Muskelverspannungen
  • unangenehmer Geruch aus dem Maul
  • vermehrtes Speicheln
  • Zittern
  • das Aufstellen der Schwanz- und Nackenhaare
  • wiederkehrender Durchfall
  • häufiges Schütteln
  • verstärktes, flaches Hecheln
  • das Verbeißen in der Leine
  • geduckte Körperhaltung
  • Stressgesicht
  • selbst verletzendes Verhalten, das Anknabbern der Pfoten oder Jagen des eigenen Schwanzes
  • Übersprungsreaktionen (z. B. wenn dein Hund sprunghaft anfängt zu graben)
  • Winseln und Jaulen
  • Magenverstimmungen
  • übertriebene Körperpflege
  • Panikreaktionen aller Art
  • unverhältnismäßige Aggression
  • das Zerstören von Gegenständen

Die genannten Anzeichen sind die am besten zu erkennenden und häufigsten Signale für Stress beim Hund. Wenn du eines oder mehrere Symptome bei deinem Hund wahrnimmst, solltest du ihn ganz genau beobachten und versuchen herauszufinden, welche Auslöser ihn aus dem Gleichgewicht bringen.

  • Häufige Fehler: Stressanzeichen als "ungehorsam" oder "stur" missverstehen.

  • Sofort-Maßnahme: Schaffen Sie einen sicheren Rückzugsort und reduzieren Sie für einige Tage radikal alle stressigen Reize (eine "Stress-Diät").


  • Kannst du nicht feststellen, warum dein Vierbeiner eine übermäßige Anspannung zeigt? Dann empfiehlt es sich, einen Verhaltensberater hinzuzuziehen, der dir hilft, die Ursachen zu erkennen und abzustellen.